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Geschichte


Schloss Spielberg beeindruckt als markantes Baudenkmal, ist Wahrzeichen des Altlandkreises Gunzenhausen, beflügelt die Phantasie und das geschichtliche Interesse und präsentiert sich als Stätte der modernen Kunst und Kultur.
 


 

 

Etwa acht km südlich von Gunzenhausen bei Markt Gnotzheim gelegen bekrönt die von Oettingen-Spielberg'sche Höhenburg Schloss Spielberg wie ein mächtiger Pfeiler auf der Anhöhe das nordwestliche Ende des Hahnenkamms. Wie die nach der Anhöhe benannte Burg schon von weitem den Blick auf sich zieht, gewährt sie umgekehrt auch einen beeindruckenden Panoramablick auf ihr Umland, einer von der Technik unserer Zeit fast unberührten Landschaft. Der Blick reicht weit über die Anhöhen der schwäbisch-fränkischen Alb zur hügeligen Landschaft um den Hesselberg, über den Altmühlsee bis hin zu den Grenzen des Nürnberger Umlandes. Wer sich hierher auf den Weg macht, mag beeindruckt sein vom vollständig erhaltenen Oval der monumentalen Burganlage mit ihren fünf Meter hohen Ringmauern aus dem 12. Jahrhundert und bezaubert von den weiten Ausblicken in das umgebende Land.

Ob schon die Kelten und die Römer die einzigartige Aussicht mit einer baulichen Anlage nutzten, wird immer wieder spekuliert. Manche Forscher (z. B. Christmann, E., 1950, a. a. O., [s. u.]; Winter, M., 1955, a. a. O., [s. u.]) behaupten, dass der Name Spielberg von lat. speculare (=schauen, spähen) bzw. specula (=Beobachtungsstelle, Warte) abzuleiten ist, insofern als im Namentyp Spielberg eine Abweichung der ursprünglichen Wortwurzel Spiegel bzw. lat. specula vorliegt. Eines der hier in dieser Landschaft zahlreich aufzufindenden Römerkastelle längs des Limes, das sogenannte Kastell Mediana, lag direkt am Fuße des Spielberges beim heutigen Marktort Gnotzheim (s. i. Überbl. bes. Schrenk, J. / Mühlhäußer, W., Land am Limes, a. a. O., [s. u.], S. 85 - 91). Zudem ist bekannt, dass die Römerkastelle bei Ruffenhofen, Ellingen, Theilenhofen und Gunzenhausen in Sichtverbindung mit dem Spielberg stehen. So lässt es sich nicht verdenken, dass sich die praxisbezogenen Römer den Spielberg mit seinem Panoramablick als Beobachtungsstelle zu Nutze machten. Und wer beim Spaziergang um das Schloss angezogen wird von dem, wie wir achtungsvoll sagen, magischen Hügel mit den vier alten Winter- oder Gerichtslinden, dem erscheint auch die Vorstellung von einer einstigen Kult- oder Dingstätte dort vor den Füßen des Schlosses nicht abwegig, - zumindest atmosphärisch, denn historisch ist dies nicht belegt. Jedenfalls erscheint dieser gesamte Platz auf der Anhöhe des Spielberges in seinen räumlich-zeitlichen Dimensionen als ein uralter, nahezu mythischer Ort. Ein Ort des Auges, wie wir ihn auch gerne nennen: Des Schauens, des Ausschauens, des In-Sich-Schauens. Die Anhöhe Spielberg: Ein Spiegel des Inneren im Äusseren, ein Spiegel-Berg?

 

          

 

 

Exkurs: Es ist interessant zu erwähnen, dass die Deutung des Ortsnamens Spielberg in der Namenforschung seit langem Gegenstand einer lebhaften und teilweise kontrovers geführten Diskussion ist, wobei man insbesondere das Bestimmungswort -Spiel stets aufs Neue "ins Spiel" bringt. Der Name Spielberg als Flur-, Siedlungs-, Anhöhen- und Personenname ist im deutschsprachigen Raum weit verbreitet, dazu kommen noch weitere Abwandlungen des Namens wie z. B. Spiegelberg oder Spyelberg. Auch in den deutschen Nachbarstaaten wie insbesondere in Österreich (z. B. bes. Burg Spielberg bei Knittelfeld; Schloss und Ort Spielberg an der Donau bei Lorch) und im tschechischen Böhmen - Mähren (z. B. bes. Festung Spilberk bei Brünn; Spimberk in Groß-Bitesch), aber auch in England (z. B. bes. Spell Howe; Spelburghe) ist der Name Spielberg in seinen landessprachlichen Abwandlungen häufig aufzufinden.

Was macht einen Berg zu einem Spielberg? In Ihrem Aufsatz Zur Bedeutung des Ortsnamens Spielberg geht Irmgard Frank der etymologischen Bedeutung des Ortsnamen Spielberg und dessen geographischer Verbreitung eingehend nach, wobei sie insbesondere die alt- und mittelhochdeutschen Grundworte für unser heutiges Wort Spiel, nämlich spil (ahd. = Tanz, Bewegung), spel (ahd. = Erzählung, Rede), ferner spell (altenglisch = Rede, Ausspruch, Zauberwort) als authentische Bedeutungsebenen des Namens Spielberg analysiert. Sie schreibt zusammenfassend:

"Die ältesten deutschen Belege des Namens S p i e l b e r g stammen aus dem 9. Jahrhundert. Wir gehen davon aus, dass der Name wesentlich älter ist als der erste Beleg. ... Ganz allgemein können wir davon ausgehen, dass einzelne dieser Orte von grosser Bedeutung für die Menschen waren und dass sie sie dementsprechend bezeichneten als S p e l b e r g 'Höhlenberg', sofern es sich um einen Zufluchtsort oder auch um eine Begräbnisstätte handelte, als S p e l b e r g 'Redeberg', sofern solche Stätten zu Kultorten erhoben wurden, als S p e l b e r g 'Gerichtsberg', sofern dort Recht gesprochen wurde, als S p i l b e r g / S p e l b er g 'Spielberg' , in Erinnerung an die im Anschluss an die Gerichtsverhandlung durchgeführten Spiele. Die Varianten S p e l - und S p i l - waren von Anfang an nebeneinander möglich und haben sich schliesslich räumlich verteilt. Immer konnte auch der einmal geprägte und zur Bezeichnung einer bestimmten Funktion eines Ortes benutzte Name auf andere Orte ... übertragen werden, so dass man längst nicht bei jedem Einzelbeispiel das ursprüngliche Benennungsmotiv ... erwarten darf. " (Frank, I., a. a. O., [s. u.], S. 133)

Für unser Spielberg im Hahnenkamm, wo der Name Spielberg als Siedlungsname eine Anhöhe, einen Adelsansitz, eine Burg/Schloss und ein heute der Gemeinde Gnotzheim eingegliedertes Dorf bezeichnet, hat Elisabeth Grünenwald aus der Vielfalt der charakteristischen Merkmale der Spielberge folgende benannt: "Die Mehrzahl der Charakteristika", so schreibt sie, "trifft auch auf unser Spielberg bei Gnotzheim zu: 1) die beherrschende Lage mit hervorragendem Ausblick über die Landschaft, 2) die enge Verbindung mit einer Römerstrasse (Kastelle Losodica/Munningen und Mediana/Gnotzheim), 3) die enge Verbindung mit einer Reichsstrasse (via regia 1282), 4) die enge Verbindung mit einer alten Grenze (eichstätter Wildbanngrenze 1053 zwischen Gnotzheim und Kirschenmühle/Rohrach), 5) die enge Verbindung mit einer Gerichtsstätte (FlN Galgenberg auf Markung Gnotzheim), die zuweilen vorkommende Verbindung mit einer alten Versammlungs-(Ding-) stätte ist in unserem Falle nicht nachweisbar." (Grünenwald, E., Zur Geschichte der Burg Spielberg, a. a. O., [s. u.], S. 1, 2)

 

                                                                                                                 

 

 

Mit großer Wahrscheinlichkeit steht fest, dass um die Mitte des 12. Jahrhunderts, zwischen etwa 1130 und 1140, das Geschlecht der Herren von Spielberg, sog. Edelfreie, mit dem Einverständnis (oder auf Geheiss) der staufischen Landesherren auf dem Spielberg eine wehrhafte Burganlage errichtet haben. Haupterbauungsmotiv eines mittelalterlichen Burgbaues ist zumeist die verkehrsgeographische Lage und damit einhergehend die Beherrschung, Kontrolle und Sicherung von wichtigen regionalen oder überregionalen Strassen. Für die Bedeutung der Burg Spielberg spricht ihre Lage an der mittelalterlichen Reichs- und Handelstrasse via regia, dem Königsweg, wie es eine Urkunde aus dem Jahr 1282 ausdrücklich vermerkt: castro ... Spilberg via regia. (zit. n. Winter, M., Zur frühen Geschichte der Herrschaft Gnotzheim - Spielberg, a. a. O., [s. u.], 1983, [=Winter, M, 1983], S. 25). Der Königsweg bezeichnet "wohl jene wichtige Straße von Ulm über Nördlingen nach Nürnberg ... , die heutige Bundesstraße 466, die am Fuß der Burg Spielberg vorbeizieht." (Winter, M., [Winter, 1983], a. a. O., [s. u.], ebda.)

Leider fehlen mittelalterliche Baunachrichten, die genauer Aufschluss geben könnten, in welcher Form und Beschaffenheit Burg Spielberg (castrum Spilberg) angelegt wurde und in welcher Prägung diese zu der in der Literatur oft auf die Jahre um 1400 datierten, in Form einer Ringfestung ausgebauten und bis heute grossenteils erhaltenen Burganlage steht. Aufgrund stilistischer Rückschlüsse an Bauform und Mauerwerk (sog. "Staufisches Mauerwerk") lässt sich allerdings vermuten, dass diese erst errichtete Burganlage als Gründungsbau für die Nachfolgebauten anzusehen ist und somit an einer Datierungszeit der Burg im oben genannten Zeitraum festhalten.

Burg Spielberg, an einer vorgeschobenen Bergkuppe gelegen, beschreibt in ihrem Grundriss ein Oval, das ringsum von über Steilhang und Graben aufsteigenden, hohen Zwingermauern umgeben wird. Die Form eines Ovals umschliessen auch die Ringmauern des rund fünf Meter hohen inneren Berings, mit dem sich die Aussenmauern der Wohn- und Wirtschaftsgebäude zur Gesamtform verbinden. Als Fundament für den Burgbau soll ein Gesteinsbrocken gedient haben, der beim Meteoriteneinschlag im Nördlinger Ries hierher geschleudert worden war. Aufgrund ihrer nach Westen, Norden und Osten zu steil abfallenden Geländedisposition besteht als Zugang nur gegen Süden zu eine Dammverbindung mit dem Dorf über den Halsgraben, der die Burganlage an der Ost- und Südseite umläuft. Der Zugang vom Süden her führt unmittelbar in das im Westen und Südwesten breiter angelegte Zwingergelände. Von ehemaligen Torvorbauten am Zugang ist mit grosser Wahrscheinlichkeit auszugehen (siehe Abb. 5 i. lauf. Text: Karte von 1656), auch wenn bauliche Reste nicht erhalten sind.

 

                                                              

 

 

Aber der Burgbau auf dem Spielberg hat eine noch ältere Geschichte. Neben dieser um die Mitte des 12. Jahrhunderts errichteten, stauferzeitlichen Burg ist von einem früheren Burgansitz auszugehen. Siglinde Buchner gibt hierzu klärende Hinweise. Sie schreibt:

Es ist "bekannt, daß die frühe Bauweise eines Ansitzes eine Turmhügelburg ist, wobei die Bezeichnung neuzeitlich ist, um zu beschreiben, daß der Turm meist auf einem künstlichen Hügel steht, der entstanden ist aus dem Aushub des Grabens außen herum. ... Die Größe und Lage einer Burg sagt etwas über die Macht aus, die die Burgbesitzer ausüben konnten. Die Edelherren von Spielberg sind während der Stauferzeit am kaiserlichen Hof präsent gewesen. Deshalb ist davon auszugehen, daß sie sich neben der Turmburg eine größere Burg gebaut haben und die Turmburg verfallen ließen." (zit. n. einer schriftl. Nachricht vom 22. 02. 2020 an den Autor).

Mit Hilfe eines digitalen Geländemodells, das mit Airborne-Laserscanning (flugzeuggestütztes Laserscanning) erfasst wurde, lässt sich am Geländerelief, das die Erdoberfläche ohne Vegetation und Bebauung zeigt, deutlich bestätigen, daß eine vor der eigentlichen Burg errichtete, einfachere Vorburg in Form einer Turmhügelburg auf dem Spielberg angelegt sein musste. (s. Abb. 6 i. lauf. Text) In den Karten ist auf der Anhöhe des südwestlich gelegenen Turmhügels gut eine plane Fläche erkennbar, die in vergrösserter Ansicht den quadratischen Grundriss eines Turmgebäudes ansichtig werden lässt. Auf dem weitläufigen Plateau hinter der Turmhügelburg befand sich aller Wahrscheinlichkeit nach anfänglich ein eingefasster Ökonomiehof, auf dem dann später die grössere, stauferzeitliche Burg errichtet wurde. (vgl. Abb. 7 i. lauf. Text: Schematische Zeichnung einer "Turmhügelburg dahinter der Ökonomiehof zur Versorgung von Mensch und Tier")

 

                                                                                                                  

 

 

Wie sich aus einer Urkunde erschliessen lässt, ist diese einstige Turmhügelburg von den Edelherren von Gnotzheim "im 11. Jahrhundert (um 1060)" errichtet worden. (Buchner, S., Besitz und Herrschaft der Edelherren von Spielberg, a. a. O., [s. u.], S. 75, S. 103, Anm. 6) Es ist anzunehmen, dass die wenn auch einfach gehaltene Turmburg aufgrund ihres Grundrisses an diesem Standort wohl schon eine Landmarke dargestellt haben muss. Während von ihr längst keine baulichen Reste mehr vorhanden sind, ist der Turmhügel bis heute freien Auges deutlich erkennbar und mit vier alten Winterlinden in der Form eines Quadrates bestanden. 1949 ist diese Stätte mit den vier Linden als Naturdenkmal unter Schutz gestellt worden. Neben einem schlichten Holzkreuz in Form eines Gipfelkreuzes steht heute dort ein Gedenkstein von Ernst Steinacker, auf dem der Künstler unterhalb einer kleinen, reliefartigen Darstellung des Auges Gottes die Worte eingemeisselt hat: Lass mein Gemüt vom Hauch Deiner Ewigkeit berührt sein, damit ich das Werk der Zeit richtig tue.

Erstmals indirekt erwähnt ist Burg Spielberg "durch die urkundliche Nennung der Freien (homines libri) Dietpraht und Bertold de Spileberk, Gebrüder, im Jahr 1147 ..." (Grünenwald, E., Zur Geschichte der Burg Spielberg, a. a. O., S. 2). Insbesondere mit Dietpraht de Spileberk lässt sich in weiteren Urkunden der Jahre um 1142 bis 1146 zum ersten Mal eine selbständige Linie von Spielberg (de Spileberk) erfassen. Die Forschung spricht sich dafür aus, dass dieser, in jenen Urkunden auch Dieppertus de Spileberc und (lat.) Tibertus de Spileberch genannte Dietpraht de Spileberk mit dem im Jahr 1130 in einer früheren Quelle genannten Dietprecht/Diephart von Gnozzesheim identisch ist, was Rückschlüsse auf die Erbauungszeit der Burg und deren Urheber erlaubt. "In ihm den Erbauer der frühen Burg zu vermuten, wird wohl der Wahrheit am nächsten kommen, denn er ist der erste, der sich nach Spielberg nennt. Seine politische Tätigkeit fällt in die Zeit des Hohenstauferkönigs Konrad III. (1138 - 1152)." (Winter, M., [Winter, 1983], a. a. O., S. 20)

Mit einem gewissen Pertholt von Gnozzesheim ist bereits um 1099 ein edelfreier Ortsadel vom unterhalb der Burg liegenden Ort Gnotzheim belegt. "Edelfrei" bedeutet, nicht in Lehens- oder Dienstverhältnissen zu stehen, sondern direkt dem König bzw. Kaiser zu unterstehen. Das Geschlecht der Edelherren von Gnotzheim entstammte wohl einer alten Familie von Königsfreien, die in fränkischer Zeit in der Nähe des Römerkastells Gnotzheim angesiedelt wurde. Aus dieser alten Stammfamilie zweigte sich in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Linie der Edelherren von Spielberg ab, die auf dem nahegelegenen Spielberg eine erste Höhenburg errichteten. (vgl. Winter, M., [Winter, 1983], a. a. O., ebda.) Das Geschlecht der Herren von Spielberg dürfte um die Mitte des 13. Jahrhunderts ausgestorben sein; der 1228 urkundlich erwähnte Ulrich de Spilberc (Ulrich III. von Spielberg) wird wohl der letzte Vertreter dieses Geschlechtes der Spielberger sein.

 

                                                             

 

 

Wohl schon um die Mitte des 13. Jahrhunderts ging Burg Spielberg über in den Besitz der territorial reichbegüterten, den Staufern verwandten Edlen von Truhendingen, die ab der Mitte des 12. Jahrhunderts als Vögte des Klosters Eichstätt im Gebiet längs des Hahnenkamms tätig waren, wohl um dem Gebietsanspruch, welcher dem Kloster bereits 1053 durch eine Schenkung Kaiser Heinrichs III. zufiel, Nachdruck zu verleihen. Die Herren von Truhendingen hatten sich südlich vom Spielberg um 1180 im nahe gelegenen Hohentrüdingen an einem westlichen Bersporn des Hahnenkamms ihren Familienstammsitz, eine einst mächtige Höhenburganlage, errichtet. Von einem Besitzübergang zeugt eine Urkunde vom 7. März 1282, in welcher Graf Friedrich VI. von Truhendingen und seine Gemahlin Agnes von castro nostro Spilberg via regia "= von unserer Burg Spielberg am Königsweg" sprechen. (zit. n. Winter, M., [Winter, 1983], a. a. O., S. 25; s. auch oben) Die Gründe für den Besitzerwechsel liegen wohl in einer energischen Machtpolitik der Edelherren von Truhendingen, die sie ihren Gegenspielern, den Grafen von Oettingen, gegenüber im Raum Gunzenhausen, Altmühltal und Hahnenkamm an den Tag legten. Auf Burg Spielberg beauftragten sie ein Dienstmannengeschlecht (Ministerialen) mit der Burghut, das unter ihrer Oberhoheit das Hofamt der Truchsesse innehatte und sich von Spielberg nennen konnte. Der 1319 erwähnte Ministeriale Willing, Ritter zu Spielberg, beschliesst die Reihe der bekannten truhendingischen Ministerialen auf Burg Spielberg.

Laut einer Urkunde übereignete Graf Ulrich "der Jüngere" von Truhendingen (um 1280 - 1310) im Jahr 1306 Burg Spielberg seiner Gemahlin Imagina, geb. Gräfin von Limburg - Isenburg (um 1282 - 1337), als "Heimsteuer und Morgengabe". (Winter, M., [Winter, 1983], a. a. O., ebda.). Nach dem frühen Tod ihres Ehegatten Ulrich lebte Gräfin Imagina von Truhendingen wohl über längere Zeit auf Burg Spielberg, ihrem Witwensitz, und heiratete 1327 in dritter Ehe den wesentlich jüngeren Grafen Ludwig VIII. von Oettingen (um 1302 - 1378). (vgl. Buchner, S. Gräfin Imagina, ihre Herkunft und ihr Leben, ... , a. a. O., [s. u.])

Nach dem Aussterben der männlichen Linie der Truhendinger in ihrem südlichen Stammgebiet um den Hahnenkamm und nach dem Tod Gräfin Imaginas von Truhendingen / Oettingen im Jahr 1337 ging Burg Spielberg zunächst über an eine der Töchter Gräfin Imaginas, namens Anna (Gräfin Anna von Schauenburg), die sich mit dem Grafen Heinrich V. von Schauenburg verbunden hatte. Deren Tochter, die wie ihre truhendingische Grossmutter Imagina hiess (Gräfin Imagina [Anna] von Oettingen, um 1336 - 1377), verheiratete sich mit Graf Ludwig X. von Oettingen (etwa 1329 - 1370); im Jahr 1363 schliesslich verkauften die Söhne Graf Heinrichs V. von Schauenburg Burg Spielberg (sowie die Festen Hohentrüdingen und Weiltingen) an eben diesen Ludwig X. von Oettingen. Auf diesem Weg ging Burg Spielberg über in den Besitz der Grafen von Oettingen.

 

                                                          

 

 

Gnotzheim und Spielberg bildeten fortan eine oettingische Enklave mit ansässigem Amtssitz (Oberamt Spielberg) im Territorium der Burggrafen von Nürnberg, zu späterer Zeit der Markgrafen von Brandenburg - Ansbach. Die Geschäfte zur Verwaltung der umliegenden Güter führten ein Amtspfleger und der Kasten- und Benefizienverwalter, unterstützt von einem Amtsschreiber. Während sich der gräfliche Amtssitz auf Burg Spielberg befand, hatte die Gerichtsbarkeit (gebanntes Halsgericht) in Gnotzheim (Flurnamen Galgenberg) ihre Administration.

In den Jahren 1436 bis 1492 gelangte die Burg durch Pfändung an die Marschälle von Pappenheim und wurde nach Zwistigkeiten 1493 wieder eingelöst durch die Grafen Joachim und Wolfgang von Oettingen. Im weiteren Verlauf blieb Burg Spielberg - mit wenigen zeitbegrenzten Ausnahmen - über die Jahrhunderte hinweg bis heute mit dem Hause Oettingen verbunden. Als die Grafschaft Oettingen (Gesamt - Oettingen) nach mehreren Teilungen zuletzt seit 1694 in die drei Teilgrafschaften Oettingen - Spielberg, Oettingen - Wallerstein und Oettingen - Baldern (1798 im Erbgang an Oettingen - Wallerstein) aufgeteilt wurde, gelangten Gnotzheim und Spielberg an die Linie der Oettingen - Spielberg, die 1734 in den Fürstenstand erhoben wurde.

Im Zeitraum zwischen 1625 - 1627 erfolgte ein prägender barocker Umbau und eine Erweiterung der Anlage, die sowohl das dreigeschossige Herrenhaus (Palas), als auch die Nebengebäude, die Neugestaltung des Hof- und Eingangsportals sowie insbesondere den Bau des Glockenturms umfasste. Etwa ein Jahrhundert später, in den Jahren zwischen 1732 und 1735, folgte im Auftrag des Fürsten Johann Aloys I zu Oettingen - Spielberg (1707 - 1780) eine repräsentative Umgestaltung vor allem der Innenräume des Palas und der in das Schloss integrierten Schlosskapelle St. Johannes Evangelist im Stil des frühen Rokokos. Infolge dieser beachtlichen Aufwertung während der dreißiger Jahre des 18. Jahrhunderts ist in der Quellenliteratur fortan vermehrt die Bezeichnung Schloss Spielberg aufzufinden; seit etwa 1600 ist die Bezeichnung Titularresidenz eingeführt.

 

                                    

 

 

Exkurs: Die kath. Schlosskirche St. Johannes Evangelist (Caplaney Schloss Spielberg, heute Kath. Filialkirche St. Johannes der Pfarrei St. Michael, Gnotzheim) reicht in romanische Zeit zurück, wie ein zugesetztes, mit romanischem Stuck umrahmtes Fenster des 12. Jahrhunderts belegt und zeigt sich als ein "Juwel des frühen Rokokos". (Schrenk, J., / Zink, K. - F., Gotteshäuser, a. a. O., [s. u.], S. 204) Erstmalige urkundliche Vermerke finden sich seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts: 1368 präsentiert Graf Ludwig X. in einem Vermerk seinen Sohn Ludwig als Rektor und Kaplan für die Schlosskirche. 1412 bestätigt der Bischof von Eichstätt eine ewige Messe in der Schlosskirche St. Johannes, die das Schlossbenefizium errichtet. (vgl. Niekel, G. L., [s. u.], S. 33; Grünenwald, E., Zur Geschichte der Burg Spielberg, a. a. O., [s. u.], S. 6) Eine Steinrelieftafel an der nordwestlichen Aussenmauer der Kirche lässt erschliessen, dass diese 1427 umgebaut oder umgestaltet wurde. Diese leider mehrfach verwitterte Steintafel zeigt(e) das Wappen der Oettingen, das von zwei Engelgestalten gehalten wird. Die Inschrift in gotischen Minuskeln lautet: "ano · domi · m · cccc · xxvn (=1427) · hatt gemacht · grawe · ludwig vo · oting · de got · genad" (zit. n. Kiessling, G., Landkreis Weissenburg - Gunzenhausen, [Denkmäler in Bayern, Band V. 70/1], a. a. O., [s. u.], S. 191). 1626 erfolgte eine Konsekration durch den Eichstätter Weihbischof Rösch, die auch den in diesen Jahren errichteten Glockenturm mit einbezog. 1732 fand eine Benediktion nach geschehener und bis heute weitgehend erhaltener Renovierung statt.

Der saalartige Kapellenraum zeigt an Altar, Kanzel und Gestühl eine prachtvolle Ausstattung aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die reichen Stuckarbeiten besonders an der Decke (Deckengemälde Hl. Dreifaltigkeit) und an der Brüstung der Orgelempore (ehemals fürstliche Loge) bilden feine organische Ornamentgeflechte spätbarocker und frührokokohafter Symbolik aus. Die Kanzel zeigt an ihrem ausgebauchten Korpus drei Reliefbüsten, die die drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe (fides, spes et caritas) symbolisieren. Besonders die Darstellung der Caritas ist in ihrer Art selten: Sie trägt als Attribute drei Herzen, jeweils eines in ihren verschränkten Händen und eines über ihrem Haupt. Das Altarbild ist von dem Barockmaler Johann Georg Wolker (1700 - 1766) geschaffen worden, der in Burgau bei Günzburg geboren wurde und in fürstlich - oettingischen Diensten stand. Das meisterliche Gemälde, das den Heiligen Johannes Evangelist in der Glorie darstellt, ist wohl um 1732 angefertigt worden. Zwischen dem Altarblatt und dem Altarauszug, den eine Gloriole mit Engelsgesichtern ziert (angeblich sollen Hofdamen von Oettingen in den Engelsantlitzen abgebildet sein), ist ein sog. Ehe- oder Allianzwappen angebracht, das links das Wappen des schon erwähnten Fürsten Johann Aloys I von Oettingen - Spielberg, rechts das Wappen seiner Gemahlin Theresia Maria Anna (1713 - 1745), eine Herzogin von Holstein - Wiesenburg, zeigt.  Seit 1812 wird die Kirche mittels einer Stiftung (Benefiziatenstiftung Gnotzheim - Spielberg) von der katholischen Kirchengemeinde St. Michael, Gnotzheim, genutzt.

Gesondert auf der nordwestlichen Seite des Berings steht der Glockenturm, der vermutlich ein ehemaliges Turmgebäude darstellte. Er wurde 1627 im barocken Stil erbaut und ist 1874 im klassizistischen Stil erneuert worden. 1979 wurde der Glockenturm durch die Benefizienpflege Gnotzheim - Spielberg neu errichtet und durch Kurat Andreas Kiermaier, Heidenheim, geweiht. In den Jahren 2015/2016 konnte durch die Benefizienpflege eine Generalsanierung des Glockenturmgebäudes erfolgen.

 

                                                   

 

 

1796 kamen infolge des Landesaustausches Schloss und Ort Spielberg zum Zweck einer Arrondierung der Markgrafenschaft Brandenburg - Ansbach vertraglich an Preußen; 1806 infolge der Mediatisierung an das Königreich Bayern. 1814 trat der bayerische Staat aufgrund der hohen Unterhaltskosten das Schloss an eine Kasinogesellschaft (Casinogesellschaft Gunzenhausen) ab, die es bis 1827 für Zusammenkünfte nutzte. Bei einer anschliessenden, öffentlichen Versteigerung 1827 erwarb der bayerische Generalfeldmarschall und Diplomat Fürst Carl Phillip von Wrede (1767 - 1838) Schloss Spielberg und übereignete es als Morgengabe und unveräusserliches Eigentum seiner ältesten Tochter Amalie Auguste, Fürstin zu Oettingen - Spielberg (1796 - 1871), die 1813 Fürst Alois III. zu Oettingen - Spielberg (1788 - 1855) ehelichte. So wurde das Burgschloss zum zweiten Mal Brautgabe.

Im letzten Jahrhundert zeigten sich die Auswirkungen des Zahnes der Zeit im Verbund mit den starken Witterungseinflüssen in exponierter Lage sowie dem sog. schleichenden "grünen Tod" der Anlage durch Wildwuchs in so erheblichem Masse, dass ein Niedergang des geschichtsträchtigen Burgschlosses immer mehr wahrscheinlich wurde. "Zu Beginn des 20. Jhdts. muß der bauliche Zustand des Schloßes schon derart gewesen sein, daß man ernsthaft eine Umwandlung des Wohn- und des Kapellenbaues zur Ruine ins Auge faßte." (Grünenwald, E., Zur Geschichte der Burg Spielberg, a. a. O., [s. u.], S. 23)

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verwaltete über längere Zeit, zwischen 1920 (?) bis 1950, Rudolf Bode (geb. 1863 in Stettin), einstiger Marinekapitän und Weltreisender, das verlassene Schloss. Bode hatte sich auf Schloss Spielberg ganz der Aufzucht von Rassehunden und -pferden gewidmet, besonders seine Setter Zucht soll ein Geheimtipp in Insiderkreisen gewesen sein. Während der Zeit des Zweiten Weltkrieges hatte die Anlage zwar die Wirren und Schrecken des Krieges überstanden und konnte nach Kriegsende für einige Jahre Heimatvertriebene aufnehmen, dennoch stürzte in den fünfziger Jahren eines Nachts ein Grossteil der westlichen Giebelmauer des Palas ein. Über Jahre hin zeigte sich ein dunkler Mauerschlund an der Silhouette des Schlosses. Fast wäre das Baudenkmal tatsächlich zur Ruine geworden. In den sechziger Jahren setzte der damalige Landrat Hansgeorg Klauss die bauliche Grundsicherung von Teilen des Gebäudekomplexes durch (Sanierung 1967/ 1968), die Schloss Spielberg vor dem Verfall gerettet hatte. In den siebziger Jahren bewohnten die Geschwister Axel und Renate Peiffer aus Gunzenhausen einige Räume des Hahnenkammschlosses.

 

                                     

 

 

1983 hatte Fürst Albrecht zu Oettingen - Spielberg die verwaiste Anlage zu Zwecken einer Musealisierung der Wemdinger Künstlerfamilie Ernst Steinacker anvertraut, die in jahrelanger Sanierungsarbeit die Schlossanlage wiederhergestellt und zugänglich gemacht hat. Der Bildhauer und Maler Ernst Steinacker (1919 - 2008) hat mit grossem Engagement und modernem Formwillen nahezu jeden Raum des Burgschlosses gestaltet und zu einem einheitlichen Kunstwerk geformt, wofür der Künstler 1990 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Ernst Steinacker schreibt:

"Fünf Jahre vergingen, in denen wir alles renovierten und dabei immer neue Varianten erfanden, um dem Haus ein Gepräge unserer Zeit zu geben. Im ständigen Gedankenaustausch mit Architekten, Handwerkern und Künstlern, der Familie und Schülern entstand ein Werk, wie Experten es heute als beispiellos bezeichnen. ... So ist mit viel Mühe, Liebe und Können einer Familie (...) ein alter Besitz gerettet worden mit dem Ziel, jungen und aufgeschlossenen Menschen einen Ort echter künstlerischer Tätigkeit aller Art zu bieten, wo sich eine Beziehung zu den Werken des Lebens und zu Gott finden lässt." (Steinacker, E., Schloss Spielberg, Ein Wahrzeichen Altmühlfrankens, a. a. O., [s. u.], S. 39, 44)

Ernst Steinackers Skulpturen und Gemälde, die um die Beseelung und Einswerdung des Menschenbildes kreisen, prägen seither die Gesamtanlage Schloss Spielberg. Zudem zeigt die heutige, privat geführte Kunstgalerie Steinacker Schloss Spielberg Kunstwerke von Ernst Steinackers Frau Ingrid Maria und von den Kindern Veit Steinacker und Annette Steinacker - Holst.

Im Jahr 2006 erfolgte durch das Fürstliche Haus Oettingen - Spielberg eine aufwendige Sanierung eines eingestürzten Mauerteiles an der Südwestseite der äusseren Ringmauer. In den Jahren 2015 / 2016 konnte in einer Kooperation des Fürstlichen Hauses Oettingen - Spielberg und der Kirchenstiftung Gnotzheim eine grundlegende Sanierung (Neufundamentierung) im nordwestlichen Teil des Gebäudekomplexes durchgeführt werden, bei der der sog. Freskenraum, der Glockenturm und der Bühnenbereich wiederhergestellt wurden. 2017 wurde diese Baumaßnahme vom Bezirk Mittelfranken denkmalprämiert.

 

 

           

 

 

 

 


 

 

 

Zur Historie von Burg / Schloss Spielberg siehe u. a.:

 

 

Einzeldarstellungen: Huber, Wilhelm, Schloss Spielberg und seine Besitzer, in: Alt - Gunzenhausen, Beiträge zur Geschichte der Stadt und des Kreises, hrsg. v. Verein für Heimatkunde, Stadt und Landkreis Gunzenhausen, Heft 28/1958, S. 25 - 31; Grünenwald, Elisabeth, Zur Geschichte der Burg Spielberg, Typoskript, 03. 12. 1978, 23 Seiten, Fürstlich Oettingen - Spielbergsches Archiv, Oettingen [Schloss Harburg, Lkr. Donau - Ries]; Winter, Martin, Zur frühen Geschichte der Herrschaft Gnotzheim - Spielberg, in: Alt - Gunzenhausen, a. a. O., Heft 40/1983, S. 17 - 28; Steinacker, Ernst, Schloss Spielberg, Ein Wahrzeichen Altmühlfrankens, Nördlingen, 1990; Ders., Schloss Spielberg, [Mit Texten von Ernst Steinacker, Veit Steinacker und Edith Eberle Dobiasch], Dinkelsbühl, 2000; Buchner, Siglinde, Besitz und Herrschaft der Edelherren von Spielberg, in: Alt - Gunzenhausen, a. a. O., Heft 59/2004, S. 72 - 107.

 

Einzelnachweise, u. a. : Christmann, Ernst, Die Bedeutung der Spiegel- und Spielberge für die Römerstrassenforschung in Südwestdeutschland, in: Pfälzer Heimat, 1, 1950, S. 43 - 48; Winter, Martin, Römerstraßen und Flurnamen am Fuß des westlichen Hahnenkamms, in: Alt - Gunzenhausen, Beiträge zur Geschichte der Stadt und des Kreises, Heft 26/1955, S. 35 - 40; Ders., Gemeinde Spielberg, in: Landkreis Gunzenhausen, hrsg. v. Landkreis Gunzenhausen / Mittelfranken, [Red. Landrat Hansgeorg Klauss, Christof Beck, Martin Winter, u. a.], München - Assling / Obb., 1966, S. 242 - 243; Braun, Joseph / Fink, Johannes, Aus vergangenen Tagen, Beiträge zur Geschichte von Gnotzheim und Spielberg, [Zum 900. Jubiläum von Gnotzheim], Gunzenhausen, 1977; Grünenwald, Elisabeth, Burgen und Schlösser im Ries, in: Verein der Rieser Kulturtage, (Hrsg.), Dokumentation, Band III/1980, Nördlingen, 1981, S. 90 - 121, hier bes. S. 111; Winter, Martin, Zur frühen Geschichte der Edlen von Truhendingen im Hahnenkamm, in: Alt - Gunzenhausen, a. a. O., Heft 39/1981, S. 12 - 68; Frank, Irmgard, Zur Deutung des Ortsnamens Spielberg, in: Sprache und Recht, Beiträge zur Kulturgeschichte des Mittelalters, [Festschrift für Ruth Schmidt - Wiegand zum 60. Geburtstag], hrsg. v. Hauck, K., Kroeschell, K., u. a., Berlin - New York, 1986 (unveränd. Neuaufl. 2019), S. 98 - 133; Steinacker, Ernst, Neues Wirken auf Schloss Spielberg, [Gunzenhausen : Schrenk - Verlag], Gunzenhausen, 1988; Buchner, Siglinde, Historische Ansichten von teilweise oder ganz verschwundenen Burgen und Schlössern zwischen Gunzenhausen und Hohentrüdingen, in: Alt - Gunzenhausen, a. a. O., Heft 53/1998, S. 95 - 103; Kiessling, Gotthard, Landkreis Weissenburg - Gunzenhausen (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern), Band V. 70/1, München, 2000, S. 188 - 191; Burger, Daniel / Friedel, Birgit, Burgen und Schlösser in Mittelfranken, Cadolzburg, 2003, S. 123 - 125; Schrenk, Johann / Zink, Karl - Friedrich, Gotteshäuser, Kirchenführer Landkreis Weissenburg - Gunzenhausen, Treuchtlingen - Berlin, 2008, S. 202 - 204; Schrenk, Johann / Mühlhäußer, Werner, Land am Limes, Auf den Spuren der Römer in der Region Hesselberg - Gunzenhausen - Weißenburg, Gunzenhausen, 2009; von Zerboni, Maria Theresia, Schloss Spielberg, Symbiose von Kunst und Landschaft, in: Felicia Laue, Jochen Martz, Maria Theresia von Zerboni, u. a., Der Garten - Verführer Mittelfranken, Spaziergänge in öffentliche und private Gärten und Parks, hrsg. v.  Deutsche Gesellschaft Gartenkunst und Landschaftskultur e. V. - LV Bayern - Nord, Cadolzburg, 2010, S. 236, 237; Buchner, Siglinde, Gräfin Imagina, ihre Herkunft und ihr Leben, geb. um 1282, gest. 1337, in: Alt - Gunzenhausen, a. a. O., Heft 66/2011, S. 7 - 28; Auer, Horst, Bunte Engel, alte Linden, Die Vier Linden von Burg Spielberg, in: Ders., Fundort Natur, Naturdenkmäler zwischen Fränkischer Schweiz und Altmühltal, Cadolzburg, 1998, vierte überarb. und aktual. Neuaufl. 2013, S. 118; Beck, Gerhard, Stock und Galgen - Hochgerichtsstätten im Nördlinger Ries und dessen Nachbarschaft, in: Verein der Rieser Kulturtage, (Hrsg.), Dokumentation, Band XIX/2012, Nördlingen, 2014, S. 119 - 142, hier S. 122; Bernlocher, Viola, Das Künstlerschloss, in: Süddeutsche Zeitung, 23. Januar 2015, S. 46; Niekel, Günter L., [Schlosskapelle St. Johannes Spielberg], in: Altmühlbote, 12. Oktober 2016, S. 33; Steinacker, Veit, Ernst Steinacker, Bildhauer und Maler, 1919 - 2008, Begleitheft zur Sammlung Ernst Steinacker Schloss Spielberg, Gunzenhausen, 2016; Schlecht, Anke, Gnotzheim - Spielberg, Nr. 16, Von Oettingen - Spielberg'sches Schloss: Glockenturm und Nebengebäude, in: Denkmalpflege in Mittelfranken, Denkmalprämierung des Bezirks Mittelfranken 2017, hrsg. v. Bezirk Mittelfranken durch Andrea M. Kluxen und Julia Krieger, Bad Windsheim, 2018, S. 95, 96; Schäfer, Markus, Cronheim - ein Etappenziel der Staufer?, 2018 (http://www.cronheim.org/publikationen -news/); Steinacker, Familie, (Hrsg.), Ingrid Maria Steinacker, Leben und Werk, [Mit Geleitworten von Fürst Albrecht zu Oettingen - Spielberg, Prof. Dr. Hans Frei und Gedichten von Alois Sailer], Wemding, 2019; Buchner, Siglinde, Der Weiler Nordstetten, in: Alt - Gunzenhausen, a. a. O., Jahrbuch 74/2019, S. 35 - 68, hier S. 45 - 48.

 

Abbildungsnachweis: (laufender Text): Abb. 1, 2, 3, 4, 9, 11, 12, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21: Bildarchiv Kunstgalerie Steinacker Schloss Spielberg; Abb. 5: Dietrich - Karte von 1656, Ausschnitt, Fürstliche Oettingische Archive Harburg, entn. aus: Alt - Gunzenhausen, a. a. O., Heft 59/2004, S. 70/71. Abgebildet mit freundlicher Erlaubnis von Frau Siglinde Buchner, Weissenburg; Abb. 6: Bayerischer Denkmal - Atlas: http://www. denkmalnetzbayern.de/, [Abruf 22. Februar 2020], für eine Kennzeichnung v. Autor leicht bearb.; Abb. 7: Meyer, Werner, Turmhügelburg, dahinter der Ökonomiehof zur Versorgung von Mensch und Tier, [Schematische Zeichnung], entn. aus: Piper, Otto, Burgenkunde, verbes. und erw. Nachdruck der 3. Aufl. 1912, Augsburg, 1996, S. 668; Abb. 8: Topografische Karte, entn. aus: Buchner, Siglinde, Besitz und Herrschaft der Edelherren von Spielberg, in: Alt - Gunzenhausen, a. a. O., Heft 59/2004, S. 75. Abgebildet mit freundlicher Erlaubnis der Autorin; Abb. 10: Signatur des Ulrich II. von Spielberg: Ausschnitt aus einer lateinischen Urkunde von 1180, entn. aus: Buchner, Siglinde, Besitz und Herrschaft der Edelherren von Spielberg, ebda., S. 76. Abgebildet mit freundlicher Erlaubnis der Autorin; Abb. 13: Schloß Spielberg (Lithographie Mitte des 19. Jahrhunderts), entn. aus: Alt - Gunzenhausen, a. a. O., Heft 35/1972, [Gunzenhäuser Sagen], S. 32; Abb. 14: Spielberg, Aquarellierte Zeichnung, sign. und dat.: J [Johann] Müller 1821, Quelle und Verbleib unbekannt.

 

Abbildungshinweis: Abb. 4: Ingrid Maria Steinacker, Haussegenstafel, Ausschnitt, Koloriertes Wachs auf Holz, Schloss Spielberg, 2003, Bildarchiv Kunstgalerie Steinacker Schloss Spielberg; Abb. 17: Schwarz - weiss Photographie Schloss Spielberg, 1965, Bildautor unbekannt, Bildarchiv Kunstgalerie Steinacker Schloss Spielberg; Abb. 18, 19: Schloss Spielberg, 2019, Bildautor: Professionelle Luftaufnahmen Ralf Kistner · www.drohnenfoto - film.de, Bildarchiv Kunstgalerie Steinacker Schloss Spielberg.

 

Dank: Der Autor, Veit Steinacker, dankt herzlich Frau Siglinde Buchner, Archivpflegerin des Landkreises Weissenburg - Gunzenhausen, für weiterführende Hinweise und klärende Ergänzungen sowie für Bildfreigaben, insbesondere zur frühen Geschichte der Burg Spielberg.

 

Texthinweis: Mit dieser Skizze der Geschichte von Schloss Spielberg kann naturgemäss lediglich ein allgemeiner Überblick vorgestellt werden, der zudem keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben will und kann. Der Autor hat zur besseren Übersicht die von ihm zitierten Quellenangaben in den laufenden Text eingebaut und die ihm aktuell zugängliche Literatur im Anhang zusammengestellt. Innerhalb einer wissenschaftlich historischen Aufarbeitung der Geschichte von Schloss Spielberg wären nach Einschätzung des Autors über die Erforschung der Frühgeschichte, die in detaillierten Aufsätzen vorliegt, hinausgehend etliche Lücken insbesondere seit Beginn der Neuzeit zu schliessen, was hier dem historisch Interessierten oder Beschäftigten gegenüber als Hinweis oder gar Anreiz vermerkt sei.

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